SOILWORK - Konzertbericht -28. Juni/Szene Wien


Für viele Bands hat es bereits Tradition, ab und an mal eine "Pause" vom dichten Festivalsommer-Programm zu machen, und einen Club-Gig einzuschieben, bzw. die Zeit zu nützen, um die Wochentage bis zum nächsten Festival zu überbrücken. So geschehen an diesem Dienstag, den 28. Juni, an dem die Schweden von SOILWORK in der Wiener Szene ein energiegeladenes Konzert ablieferten.



Und dieser Dienstag hatte es in sich: BLACK SABBATH, DAVID GILMOUR und SOILWORK - alle drei am selben Abend. So etwas gibt es in Österreich nur in Wien. Insofern war es eine  kleine Überraschung, dass sich ungeachtet dieses Angebots so viele Fans in der Szene einfanden, um dem Konzert beizuwohnen. Zumindest mit BLACK SABBATH dürfte die Schnittmenge an potentiellen Besuchern ja nicht unerheblich gewesen sein.

Die beiden letzten Alben des Fünfers "The Ride Majestic" (2015) und "The Living Infinite" (2013) gehoeren mit zum Besten, was man im Melodic-Death-Metal Bereich in den letzten Jahren so zu hören bekommen hat. Kein Wunder, dass den Jungs aufgrund des starken Songwritings und der gelungenen Instrumentierung immer mehr Aufmerksamkeit, auch jenseits genretypischer Medien zuteil wird. Insbesondere das Spiel der beiden Gitarristen David Anderson und Sylvain Coudret kann mit seiner perfekten Mischung aus treibenden Rhythmen und geschmackvollen und wohldosierten Soli begeistern.

David und Sylvain, aber auch Bassist Ola Flink trumpften an diesem Abend mit einer Spielfreude auf, die man so und in dieser Form nicht alle Tage erleben durfte. Die Band zeigte sich perfekt eingespielt, und peitschte mit Songs wie "Death in General", "The Living Infinite I" und "Whirl of Pain" hoch motiviert durchs Programm. Man konnte der Saitenfraktion ansehen, dass sie derzeit eher auf größere Bühnen eingestellt sind. Wurde der Raum doch manches Mal fast zu knapp, um der Show der fünf Derwische entsprechend Platz einzuräumen.

Saenger Bjorn Strid hatte an diesem Abend leichtes Spiel. Circle-Pits bildeten sich mit Begeisterung ganz von selbst, und wurden vom Frontmann fachmännisch angefeuert. Man kann sich gut  vorstellen, was da vor einer großen Festivalbühne abgehen muss. Auch am Sound gab es nichts zu meckern, auch wenn die Parts von Keyboarder Sven Karlsson am Beton der beiden Gitarristen zerschellten. Die letzten Klänge waren noch nicht verstummt, als die ersten Zugabe-Rufen einsetzten. Als gelernter österreichischer Konzertbesucher weiß man, dass das nicht immer selbstverständlich ist. SOILWORK genossen sichtlich den starken Zuspruch aus dem Publikum, ließen sich nicht lange bitten, und kamen für drei Zugaben, und dem Versprechen, schon bald wieder nach Wien zurückzukehren, auf die Bühne.  Wir wollen die Band beim Wort nehmen, und freuen uns schon jetzt auf das nächste Gastspiel.

 

Setlist

The Ride Majestic
Nerve
The Chainheart Machine
Death in General
The Crestfallen
Let This River Flow
Tongue
Overload
Petrichor by Sulphur
The Living Infinite I
Bastard Chain
Whirl of Pain
This Momentary Bliss

Zugaben:

Rejection Role
Follow the Hollow
Stabbing the Drama


Photos by Richman

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